Griechenland muss sparen

Griechenland beginnt damit, immer weitere Sparmaßnahmen durchzuführen.
Die Griechen werden in den kommenden Monaten immer mehr Steuern zahlen und es wird an allen Ecken gespart. Der Grund warum sie das tun, ist nicht nur, dass der Staat und somit das Land mehr Geld braucht, sondern auch dass sie sonst keine weiteren Zuschüsse mehr aus den verschiedenen EU-Ländern erhalten. Diese haben nämlich einen engen Plan für Griechenland festgelegt, welchen die Griechen einhalten müssen um weiterhin ihr „Taschengeld“ zu erhalten. Zwar hat der griechische Premier Alexis Tsipras versprochen, die Immobiliensteuer abzuschaffen, aber dies gelang ihm nicht. So sah es mit vielen Versprechen aus.
Nun müssen nächsten Monat die Griechen für ihre Immobilien weiterhin bezahlen. Geplant ist es, mit der höheren Immobiliensteuer bis zu 2,65 Milliarden Euro einzunehmen. Aber es werden noch mehr Steuern auf die Griechen zukommen.

Um mehr Geld in die Kasse zu bekommen, wurde anfangs der Finanzkrise der Solidaritätsbeitrag eingeführt, auch an einer Luxussteuer müssen sich die Griechen beteiligen. Diese wurden am 1. Januar diesen Jahres noch erhöht. Die Minderung der Mehrwertsteuer, die für viele Ägäisinseln galt, wird auch ab dem ersten Oktober aufgehoben. Hierbei gibt es nur wenige Ausnahmen kleinerer Inseln, auf denen der Tourismus gefördert werden soll. Hier gilt für Lebensmittel, Getränke, Tavernen, Taxifahrer etc. eine Steueranhebung von 13 Prozent auf 23 Prozent. Viele Griechen sind ratlos, was der Staat damit bezwecken will, da vielen jetzt schon das Geld fehlt und auch die Kundschaft. Eine solche Anhebung wird nach vielen Meinungen nicht zu einem positiven Resultat führen.
Dennoch müssen nicht nur die Griechen ihren Beitrag leisten, sondern auch die Urlauber, für diese werden zusätzlich die Preise angezogen. Denn die Hotelsteuer steigt zusätzlich ab dem 1. Oktober von 6 Prozent auf 13 Prozent.

Bis Ende 2017 muss die Regierung bei der Rente 2,5 Milliarden Euro einsparen. Alle Renten, die über 1000 Euro pro Monat betragen, sind schon um ein Viertel gesenkt worden. Dies ist allerdings immer noch nicht ausreichend und muss daher noch weiter gesenkt werden. Durch den engen Zeitplan der EU muss das Land diese plötzliche Notbremse ziehen, es soll nämlich bis Ende 2019 aus der Krise entkommen. Der Finanzminister Tsipras hat somit keine andere Wahl. Wenn die Zuschüsse weiterhin fließen sollen, muss er sich an die Bedingungen der EU halten und dafür müssen drastische Änderungen eingeführt werden.

Bedenken sollte man, dass Griechenland auch stark vom Tourismus abhängig ist. Wenn die griechische Bevölkerung plötzlich so viel bezahlen muss, bedeutet das, dass auch die Preise in den Läden stark angehoben werden müssen. Die Urlauber müssen somit nicht nur für ihr Hotel, sondern auch für alles was sie dort einkaufen oder verbrauchen, nochmals dazulegen.
Ein Teurer Urlaub bedeutet eben auch weniger Tourismus. Dies bedeutet wiederum weniger Einnahmen und wenn diese fehlen, dann können viele Griechen ihre Läden und die Arbeitnehmer nicht mehr finanzieren.
Das macht sich auch schon bemerkbar, denn die Arbeitslosenquote liegt bei 25,5 Prozent und bei den Personen unter 25 Jahren, ist sogar jeder zweite von der Arbeitslosigkeit betroffen.
Hier liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 48,4 Prozent.
Für die Bevölkerung gibt es, seit 2009 Gehaltskürzungen von 30 Prozent. Außerdem wurde ihnen das Weihnachtsgeld, sowie auch das Urlaubsgeld gestrichen, aber auch die Renten wurden stark gekürzt.

Am Ende werden dadurch viele Einnahmen erst gar nicht kommen, da alles teurer wird, aber dafür die Nachfrage sinkt.
Nur die Krise zu überwinden reicht eben nicht aus, es müssen faire Bedingungen für das Volk bestehen, dass diese auch weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können, einen fairen Verdienst haben und somit auch die griechische Wirtschaft dann an Halt gewinnt.

Daran müssen sich alle beteiligten halten, ebenso große Verbände mit Einfluss wie Notare, Anwälte, Ingenieure und Apotheker, ohne sich dem Wettbewerb zu verschließen. Die EU fordert aber, dass diese „geschlossenen Berufe“ geöffnet werden.

Natürlich müssen in Griechenland Änderungen vorgenommen werden, es muss wieder mehr Einnahmen geben. Sich davor zu verschließen und große falsche Versprechungen geben, die nicht eingehalten werden können, hilft hier nicht weiter.
Nun muss das ganze Land sparen und zusammenarbeiten, um wieder aus der Krise zu entkommen. Ob hier die Notbremse der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Diese ist nämlich darauf angelegt, die Sparmaßnahmen der EU einzuhalten, aber fraglich ist, ob hier auch das Vermögen, was jeder einzelne der Bevölkerung besitzt, mit einbezogen wurde und ob dies dann die Regierung und die Bevölkerung aus den Schulden heraus holt. Auf jeden Fall wird es eine lange, schwierige Zeit für Tsipras. Er wird die Einnahmeseite wohl noch oft überdenken müssen, um zum Erfolg zu gelangen.

Das wird aber nicht so einfach sein, da die Steuereinnahmen in den ersten 8 Monaten 4,1 Milliarden Euro unter dem eigentlichen Plan lagen. Somit muss der Staat nun das fehlende Geld einholen und zusätzlich das Budget für 2016 vorlegen. Also hat die Regierung einen sehr engen Zeitplan, alles einzuhalten, damit ihnen weiter geholfen wird.


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